Streaming im August: Ted Lasso, Dokumentarfilme und neue deutsche Produktionen
Die Streamingdienste und Mediatheken starten im August mit neuen Serien, Filmen und Dokumentationen für sehr unterschiedliche Geschmäcker.
Die Details
- ›Ted Lasso kehrt mit einer vierten Staffel zurück.
- ›Der Dokumentarfilm 'Mein eigenes Kind' läuft seit dem 13. August bei Netflix.
- ›Die ARD-Serie 'Selling Sex' startet am 28. August in der Mediathek.
Der August bringt eine ungewöhnlich breite Auswahl für Film- und Serienabende. Bei Apple TV kehrt Ted Lasso zurück, Disney+ setzt auf eine düstere Romanadaption und Netflix zeigt einen Dokumentarfilm über einen realen Skandal. Auch die ARD-Mediathek nimmt ein gesellschaftlich sensibles Thema auf. Wer nicht einfach durch die Startseiten scrollen will, findet in diesem Monat mehrere Produktionen mit klar unterscheidbaren Ansätzen.
Ted Lasso wechselt die Perspektive
Die vierte Staffel von „Ted Lasso“ ist seit dem 5. August bei Apple TV zu sehen. Die bekannte Figur bleibt dem Fußball verbunden, trainiert diesmal aber ein Frauenteam. Damit verschiebt die Serie ihren Blickwinkel. Im Mittelpunkt stehen weiterhin Führung, Teamarbeit und die Frage, wie Menschen mit Fehlern umgehen. Der Wechsel bietet zugleich die Chance, vertraute Muster zu prüfen: Was bedeutet eine gute Trainerfigur, wenn sich die Rollen und Erwartungen verändern?
Die Serie gehört zu den leichteren Angeboten des Monats. Sie arbeitet mit Humor und Wärme, will aber nicht nur beruhigen. Gerade der Sport liefert den Rahmen, um über Zusammenarbeit, Ehrgeiz und Gleichberechtigung zu sprechen.
Düstere Stoffe und reale Fälle
Disney+ zeigt mit „The Shards“ eine Adaption des Romans von Bret Easton Ellis. Die Geschichte führt in das Los Angeles der 1980er-Jahre und verbindet privilegierte Lebenswelten mit moralischem Zerfall. Der Stoff ist weniger Wohlfühlprogramm als psychologisches Drama. Er richtet den Blick auf die Kluft zwischen glänzender Oberfläche und den Abgründen dahinter.
Bei Netflix läuft seit dem 13. August „Mein eigenes Kind“. Der Dokumentarfilm erzählt den Fall einer Frau aus Mexiko, die nach mehreren Fehlgeburten eine Schwangerschaft vortäuschte. Die Produktion verbindet dokumentarische Elemente mit stilisierten Szenen. Dadurch geht es nicht nur um einen spektakulären Fall, sondern auch um den gesellschaftlichen Druck, unbedingt ein Kind bekommen zu müssen.
Die Mediathek greift ein Tabuthema auf
Am 28. August startet in der ARD-Mediathek die sechsteilige Serie „Selling Sex“. Im Zentrum steht eine Studentin, die als Escort arbeitet und dabei unterschiedliche Menschen und Motive kennenlernt. Die Serie versucht, Sexarbeit nicht nur als Skandal oder Milieu zu zeigen. Sie stellt Fragen nach Selbstbestimmung, Geld, Abhängigkeit und den Grenzen persönlicher Entscheidungen.
Damit zeigt das August-Programm, wie weit Kulturangebote heute auseinanderliegen können. Eine Fußballkomödie, eine düstere Fiktion, eine Dokumentation und ein gesellschaftliches Drama stehen nebeneinander. Entscheidend ist nicht die Plattform, sondern die Frage, ob ein Stoff mehr bietet als bloße Ablenkung.
